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Tattoos
Dass das «tätowiert sein» nicht nur Seeleuten, Rockern und
Strafgefangenen vorbehalten ist, dürfte mittlerweile bekannt sein.
Tätowierte Menschen jeden Standes gab es und wird es immer
geben. Dies ist nicht nur historisch belegt, sondern es existiert
auch umfangreiche Fachliteratur über die Soziopsychologischen
Hintergründe zu diesem Thema.
Nicht die Tätowierung an sich, sondern die gesellschaftliche
Akzeptanz derselben, bestimmt die kulturelle Bedeutung.
Fast jeder von uns zählt einen oder mehrere «Tätowierte» zu seinem
Freundes- oder Bekanntenkreis. Tätowierte Men-
schen sind längst keine Aussenseiter mehr, sondern stellen
selbstbewusst eine Bereicherung des kulturellen Alltags dar.
Die tätowierte Haut als Ausdruck von Persönlichkeit und
Lebensfreude.
Nicht nur das technische Niveau und das handwerkliche Können,
besonders auch die künstlerische Ausdruckskraft des Tätowierers
eröffnen eine neue Dimension des persönlichen Ausdrucks. Der
«Verband Schweizerischer Berufstätowierer» wurde von Tätowierern aus
allen Landesteilen der Schweiz gegründet. Die konstituierende
Versammlung hat am 18. April 1994 in Sempach stattgefunden.
Als Berufsverband wahrt er nicht nur die Interessen seiner
Mitglieder gegenüber Öffentlichkeit und
Behörden, sondern ist sich auch seiner moralischen Verantwortung
bewusst. Alle Berufstätowierer des VST haben sich freiwillig ganz
bestimmten Standesregeln zum Schutze der sich tätowierenden Klienten
unterworfen.
Dies beginnt bei einer spezifischen Weiterbildung im medizinisch
hygienischen Bereich, über kompetente Beratung des Kunden, bis zur
fachmännischen Desinfektion des Arbeitsplatzes und der Sterilisation
der Werkzeuge mit modernsten Geräten.
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